Ratgeber4. Mai 2022von Janik DeimannGute Mitarbeiter finden – 11 Tipps zur Mitarbeitersuche

Unternehmen sind nur so gut wie ihr Personal und gute Mitarbeiter zu finden ist leichter gesagt als getan. Man findet sie heutzutage deutlich schwieriger als früher und auf Bäumen wachsen sie (leider) auch nicht. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Zeit des Fachkräftemangels, stehen viele Unternehmen vor einem großen Recruiting-Problem. Immer wieder bleiben Stellen unbesetzt und Unternehmen machen Zugeständnisse, um neue Mitarbeiter zu finden und bestehende zu halten.

Doch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, denn die heutige Zeit hat auch Vorteile. Sie gewährt Unternehmen deutlich mehr Möglichkeiten zur Rekrutierung von gutem & qualifiziertem Personal!

In unserem heutigen Beitrag wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie gute Mitarbeiter finden und das möglichst kostengünstig und schnell! Dafür haben wir 11 Tipps für Sie vorbereitet.

Gute Mitarbeiter finden – Die Basics

Sie stehen nun vor der Herausforderung neues Personal zu akquirieren. Damit Sie möglichst effizient und effektiv gute Mitarbeiter finden, ist es wichtig einige Basics vom Recruiting zu beherrschen, denn die besten Tipps bringen nichts, wenn die Grundlagen nicht stimmen.

    • Das Anforderungsprofil:

Bevor Sie sich auf Personalsuche begeben, müssen Sie ein Anforderungsprofil & eine präzise Stellenausschreibung für die gesuchte Stelle definieren. Damit soll gewährleistet werden, dass sich wirklich nur die Wunsch-Zielgruppe von der Stellenausschreibung angesprochen fühlt. Je präziser Sie hier vorgehen, desto besser! Ihr neuer Mitarbeiter muss nämlich zu Ihnen und zu Ihrem Unternehmen passen!

Was ist überhaupt ein guter Mitarbeiter? Legen Sie Wert auf gute Zeugnisse, Praktika und auf gute Eigenschaften wie beispielsweise Kollegialität oder Zielstrebigkeit? Oder sind für Sie ganz andere Anforderungen wichtig? Fachliche Fähigkeiten sind wichtig, doch für die meisten Unternehmen ist die Persönlichkeit der wichtigste Faktor bei der Bewerberwahl. Hier ist vor allem der EQ, also der emotionale Intelligenzquotient entscheidend.

    • Die Kanäle

Heutzutage gibt es viele Kanäle, über welche man die verschiedensten Personen erreichen kann. Ob eigene Karriereseite, schwarze Bretter, Social Media oder digitale Stellenportale – Die Möglichkeiten sind zahlreich. Überlegen Sie sich also im Vorfeld, wo sich Ihre Zielgruppe „rumtreibt“ und wie Sie diese ansprechen wollen. Je passender der Kanal ist, desto schneller werden Sie Erfolge sehen! Beispielsweise werden Sie neue Azubis nicht mit einer Anzeige in der örtlichen Zeitung gewinnen, denn junge Leute lesen schlichtweg keine Zeitung mehr. Auf Social Media würden Sie da deutlich mehr Erfolg erzielen.

11 Tipps wie du gutes Personal findest

Nun kennen Sie die Basics bei der Personalsuche. Jetzt folgen unsere wichtigsten Tipps, wie Sie am besten an passende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kommen.

Eigene Webseite

Die eigene Webseite sollte eigentlich zum Standard-Repertoire im Recruiting gehören. Viele kleine Unternehmen nutzen jedoch nach wie vor zu selten die Möglichkeit, Besucher des eigenen Internetauftritts auf offene Stellen aufmerksam zu machen. Der Grund liegt häufig am technischen Aufwand.

Interessenten erkundigen sich in der Realität oftmals auf der Webseite des potenziellen Arbeitgebers nach offenen Stellen bzw. schauen sich an, um was für ein Unternehmen es sich im Detail handelt. Mit einer schönen und modernen Webseite kann man an dieser Stelle direkt mit Sympathie punkten.

Wichtig ist es aber vor allem, das Interesse der Besucher auf die offenen Stelle zu lenken. Die eigene Karriere-Seite sollte also prominent auf der Webseite platziert werden.

Halten Sie die Karriere-Seite immer aktuell und geben Sie den Besuchern die Möglichkeit sich schnell & einfach zu bewerben. Stellen Sie so wenige Hürden wie möglich auf und fragen Sie nur das nötigste. Lebensläufe etc. kann man später immer noch nachreichen!

Anzeigen auf Jobbörsen

Der Klassiker im Recruiting – Jobbörsen. Früher noch in Zeitungen & Zeitschriften, heutzutage überwiegend digital auf Portalen wie StepStone etc.

Was jedoch oft vergessen wird. Anzeigen von kleinen Unternehmen gehen in dem Getümmel der Stellenanzeigen von großen Unternehmen schnell unter.

Die verschiedenen Jobbörsen haben also Vor- und Nachteile, die Sie auf jeden Fall kennen sollten!

Allgemeine Jobbörsen

Hiermit sind Portale wie Monster oder StepStone gemeint. Sie haben eine extrem hohe Reichweite dank Fernseh-Werbung und Co. und sprechen eine breite Zielgruppe an. Mit diesen Jobbörsen kann man eigentlich jeden erreichen.

Nachteil: Die Kosten. Eine Stellenanzeige auf StepStone kann für eine Laufzeit von 30 Tagen schnell über 900 € betragen. Bei den anderen Portalen sieht es ähnlich aus und dass auch nur für das Basispaket.

Wenn man dann noch für mehrere Stellen gleichzeitig sucht, kann sich eine ganz schön hohe Summe ergeben. Für Unternehmen mit eher wenig Budget also nicht unbedingt die beste Wahl!

Spezifische Jobbörsen

Neben den großen, allgemeinen Jobbörsen gibt es auch branchenspezifische Jobbörsen, welche sich nur eine bestimmte Branche wie beispielsweise IT, Pflege etc. spezialisiert haben. Hier kann man den Streuverlust minimieren und nur die Leute erreichen, die auch zu der Stelle passen.

Beispielsweise können Sie, falls Sie nach IT-Fachkräften suchen, spezielle IT-Portale, nutzen. Mehr dazu finden Sie in unserem Beitrag IT-Recruiting. Beim Recruiting in der Pflege dann analog.

Social Recruiting

Social Recruiting ist in den letzten Jahren zum Trendthema Nummer 1 im HR-Bereich avanciert. Mit Social Recruiting ist die Personalrekrutierung auf der Basis von sozialen Netzwerken gemeint. Die Reichweite und die Kommunikationsmöglichkeiten von den sozialen Medien soll für die Akquise von Personal genutzt werden. Wenn man von Social Recruiting spricht, meint man oft „Internet Sourcing“. Damit ist die Möglichkeit zur Einblendung von Werbemaßnahmen gemeint.

Mithilfe von Werbeanzeigen erreicht man nicht nur die aktiven Bewerber, sondern auch die passiven Kandidaten. Also Arbeitnehmer, welche derzeit in Festanstellung sind. Viele dieser Kandidaten sind zwar in Festanstellung, jedoch auch häufig unzufrieden mit dem Gehalt, mit dem Chef etc. Mithilfe von Social Recruiting soll d das Interesse genau dieser Kandidaten geweckt werden. Dank Social Recruiting kann man auf einen viel größeren Bewerberpool zurückgreifen als mit Herkömmlichen Recruiting-Maßnahmen.

Werbeanzeigen auf Social Media haben den großen Vorteil der genauen Zielgruppenbestimmung. Man kann also beispielsweise einstellen, welches Alter, welchen Wohnort, welche Interessen oder welchen derzeitigen Beruf die Person aus der Zielgruppe haben soll. So bekommen nur die passenden Kandidaten die Recruiting-Werbung zu sehen und es gibt keinen Streuverlust wie bei anderen Maßnahmen. Auch lässt sich diese Form des Recruitings leicht skalieren. Drehen Sie einfach das Werbebudget hoch und Sie können damit rechnen, dass sich mehr Leute für Ihre offenen Stellen bewerben!

Als Social Recruiting Agentur können wir Sie bei diesem Vorhaben gerne unterstützen.

Active Sourcing

Active Sourcing ist eine kostengünstige Maßnahme, um gute Mitarbeiter zu finden! Damit ist die aktive Suche, Ansprache und Bindung von besonders qualifiziertem Personal an das eigene Unternehmen gemeint. Man spricht also passende Kandidaten direkt an und wartet nicht auf eine Bewerbung. Active Sourcing wird oft in den sozialen Medien praktiziert. Vor allem auf Berufsplattformen wie Xing oder LinkedIn kann man leicht mit der Zielgruppe in Kontakt kommen und diese direkt ansprechen. Auf diesen Plattformen kann man nämlich die Zielgruppe mithilfe der Suchfunktion schnell und präzise finden. ´

Damit Active Sourcing klappt ist es wichtig eine individuelle und persönliche Ansprache zu wählen. Sie sollten keine Standard-Floskeln bzw. vorgefertigte Copy-Paste-Nachrichten verwenden, denn so ist die Rekrutierung meist schon zum Scheitern verurteilt

Messen

Messen sind eine großartige Möglichkeit, um Talente und Fachkräfte für sich zu gewinnen. Vor allem Fachmessen lassen sich nutzen, um auf die offenen Stellen aufmerksam zu machen. Beispielsweise können Sie ein Schild mit „Mitarbeiter gesucht“ auf Ihrem Messestand aushängen. Oder Sie können während oder nach Ihrem spannenden Fachvortrag erwähnen, welche Art von Mitarbeitern Sie suchen. Es findet sich eigentlich immer jemand, der jemanden kennt, der nach einer passenden Stelle sucht 😉

Nachwuchskräfte an sich binden

Studenten sind die Arbeitskräfte von morgen. Daher mach es Sinn, Nachwuchskräfte frühzeitig an sich zu binden, wenn man später gute Mitarbeiter finden möchte. Neben Werkstudentenstellen können Sie auch Abschlussarbeiten oder Praktika bei Ihrem Unternehmen anbieten, um immer wieder neue Talente an Board zu ziehen.

Wenn Sie auch nach der Anstellung mit dem den Talenten in Kontakt bleiben, haben Sie gute Chancen diese später für passende Stellen für sich zu gewinnen. Auch bauen Sie damit langfristig einen Talentpool auf, auf dem man immer wieder zurückgreifen kann.

Also sorgen Sie dafür, dass sich all Ihre Mitarbeiter wohl bei Ihnen fühlen. Das erhöht die Chance für ein zukünftiges Widersehen!

Outsourcing

Oftmals ist es so, dass es bei Arbeiten, welche nicht zum Kerngeschäft gehören, keinen Sinn macht einen Mitarbeiter fest anzustellen. Häufig macht es mehr Sinn, solche Tätigkeiten an einen externen Dienstleister auszulagern.

Wenn Sie beispielsweise eine Assitenz suchen, muss es nicht immer die Vollzeit-Sekretärin sein. Häufig reicht auch eine sogenannte Virtuelle Assistentin (VA). Diese bieten großartige Unterstützung bei allen anfallenden Büroarbeiten und das für relativ wenig Geld.

Dabei ist es unerheblich, ob sich die VA bei Ihnen in der Nähe befindet oder von remote arbeitet. Dank moderner Breitbandverbindung ist die Arbeit von überall und von jeder Zeit aus durchführbar.

Zeitarbeiter

Bei Unternehmen, welche unregelmäßigen Arbeitsbelastungen ausgesetzt sind, kann es Sinn machen auf Zeitarbeitsfirmen zu setzen. Zwar zahlen Sie mehr, wenn Sie über eine Agentur einen Zeitarbeiter einstellen, als wenn Sie einen vergleichbaren Mitarbeiter einstellen. Ab und An kann es sich jedoch lohnen wenn man nur kurzfristig mehr Kapazitäten braucht, denn man kann sich auch kurzfristig von diesen Mitarbeitern wieder trennen.

Ein weiterer Vorteil: Sie als Arbeitgeber können erst mal schauen, ob der Mitarbeiter wirklich zu Ihnen passt. Wenn die Zusammenarbeit nicht funktioniert, kümmert sich Agentur schnellstmöglich um Ersatz.

Falls sich der Mitarbeiter bewährt hat, spricht oftmals nichts dagegen, aus einem guten Zeitarbeiter einen guten Mitarbeiter zu machen.

Hochschulkooperationen

Eine weitere Möglichkeit, um gute Mitarbeiter zu finden stellen Hochschulkooperationen dar! Wie bereits erwähnt, bietet es sich an Abschlussarbeiten im eigenen Unternehmen schreiben zu lassen, um Talente frühzeitig an sich zu binden. Auch duales Studium oder ein Hochschulpraktikum kann helfen den Talentpool zu vergrößern.

Weiterhin finden in regelmäßigen Abständen Hochschulmessen statt, welche man besuchen kann und in welchen man sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren kann. Dies unterstützt zudem den Employer Branding Prozess.

Es gibt auch Dozenten aus Unternehmen, die regelmäßig zu Vorlesungen an die Hochschule kommen, Präsentationen oder Workshops veranstalten. Für unternehmen, die etwas mehr Budget zur Verfügung haben können Stipendien auch eine Methode sein, um auf sich aufmerksam zu machen.

Printanzeigen

Totgesagte leben länger. Auch wenn im heutigen Zeitalter digitale Stellenangebote zur Norm geworden sind und die Zahlen der verkauften Tageszeitungen von Jahr zu Jahr schrumpfen, sind Printmedien ein Kanal, den man nicht komplett vergessen darf. Ein Vorteil von Tageszeitungen ist die preiswerte Möglichkeit der Schaltung von Anzeigen in Regionalteilen. Damit wird ein standortspezifisches Targeting möglich. Das Unternehmen kann eine unnötige und kostenintensive Streuung über eine größere Region vermeiden.

Je nach Zielgruppe kann es Sinn machen auf Printanzeigen zu setzen. Handwerker oder andere „klassische“ Berufszweige lesen immer noch gerne ihre Zeitung.

Mitarbeiter werben Mitarbeiter

Eine sehr effektive Methode, um gute Mitarbeiter zu finden sind Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Kampagnen. Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kennen vielleicht die perfekten Menschen für die offenen Stellen, die ihr ausgeschrieben habt. Das sollten Sie nutzen.

Mit einem solchen Mitarbeiterempfehlungsprogramm motivieren Sie ihre derzeitigen Mitarbeiter für Sie die richtigen Kandidaten zu finden.

Der empfehlende Mitarbeiter erhält meist eine Prämie bzw. eine Provision dafür, wenn eine neue Stelle durch seine Kontakte besetzt wurde.

Das macht oftmals Sinn, denn Mitarbeiter empfehlen nicht leichtfertige Freunde und Bekannte oder Unternehmen. Nur dann, wenn sie wirklich überzeugt sind, dass die empfohlene Person zu der offenen Stelle und umgekehrt das Unternehmen zur empfohlenen Person passt. Die eigenen Mitarbeiter fungieren also als eine Art Filter.

Fazit – Gute Mitarbeiter finden muss nicht kompliziert sein!

Wie Sie sehen gibt es viele Methoden und Kanäle, um gute Mitarbeiter zu finden. Natürlich ist das Wissen allein noch nichts wert, denn Sie müssen es umsetzen. Also ran an die Arbeit und beherzigen Sie unsere 11 Tipps zur Gewinnung von guten Mitarbeitern. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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von Janik Deimann

Janik Deimann ist Geschäftsführer der Social Recruiting Agentur Leantree aus Hamburg. Die Leantree GmbH hilft Unternehmen aus verschiedenen Branchen dabei qualifizierte Mitarbeiter mittels Social Recruiting zu gewinnen. Mit einer eigenen KI-gestützten Recruiting Methode deckt das Unternehmen über 65% der Gesamtbevölkerung in DACH ab.